Selbstbewusster werden ist der Wunsch vieler Menschen. In diesem Beitrag geht es darum, wie Du mit Hilfe einer mentalen Technik selbstbewusster wirst. Diese Technik nennt sich „ankern“ und wird Schritt für Schritt erklärt. Lies jetzt, wie Du selbstbewusster werden kannst.

 

Wie Du selbstbewusster werden kannst

Dein Selbstbewusstsein kommt aus vergangenen Ereignissen und der Bewertung, die Du diesen Ereignissen gibst. Je mehr Ereignisse Du in deinem Leben positiv bewerten kannst, desto höher ist deine Gewissheit, dass Ereignisse auch in Zukunft positiv für dich ausgehen. Dadurch steigert dein Vertrauen in dich selbst und ein positiver Kreislauf beginnt.

 

Selbstbewusster werden durch positive Bewertung Selbstbewusster werden durch positive Bewertung

 

Wenn Du hingegen vergangene Ereignisse negativ bewertest, dann ist deine Aussicht auf ein kommendes Ereignis eher negativ. Dein Selbstbewusstsein ist gering und ein negativer Kreislauf beginnt.

 

Selbstbewusstsein sinkt durch negative Bewertung Selbstbewusstsein sinkt durch negative Bewertung

 

Negative Bewertungen erkennst Du daran, wie Du über dich selbst und den Ausgang eines Ereignisses denkst.

Negative Aussagen wie:

  • Ich schaffe das eh nicht
  • Ich kann das nicht
  • Das habe ich nicht verdient

verringern stark die Wahrscheinlichkeit, dass Du einen positiven Ausgang des Ereignisses erlebst.

Dagegen erhöhen positive Aussagen über dich wie:

  • Das habe ich schonmal geschafft oder
  • Das kann ich gut

die Wahrscheinlichkeit, dass Du einen positiven Ausgang des Ereignisses erlebst.

Nun aber zu der Technik, mit der Du selbstbewusster werden kannst.

 

Mit dieser Technik kannst Du selbstbewusster werden

Dafür nimmst Du ein Ereignis, dass für dein Selbstbewusstsein viel positives beinhaltet und verbindest dies mit einer Körperberührung. Diese Technik nennt sich „ankern“.

In Folgenden erkläre ich dir, wie Du das ankern für nutzen kannst um selbstbewusster zu werden.

1) Erinnere dich an eine Situation, in der Du etwas für dich Besonderes erreicht hast. Das muss nichts Großes sein. Denke nicht daran, was andere darüber denken könnten, sondern nur wie Du dich in der Situation gefühlt hast.

2) Erlebe die Situation noch einmal vor deinem geistigen Auge. Mach dir deutlich welche Personen dort waren. Vielleicht warst Du auch alleine dort. Wo bist Du, wie sieht es dort aus? Was machst Du und was hörst oder riechst Du in deiner Erinnerung? Wie fühlst Du dich in diesem Moment?

3) Hole dir den Moment zurück und erlebe ihn noch einmal so, als würde es genau jetzt passieren. Vielleicht fühlst Du schon eine Änderung, vielleicht atmest Du entspannter, deine Schultern entspannen sich oder Du hast ein Lächeln im Gesicht.

4) Wenn Du dich gut und selbstbewusster fühlst, dann berühre dich an einer Stelle deines Körpers. Vielleicht umfasst Du mit der rechten Hand deinen linken Zeigefinger oder Du berührst dein Ohrläppchen. Damit ankerst Du das selbstbewusste Gefühl mit einer Körperreaktion.

Fühle das Selbstbewusstsein aus deiner Erinnerung und gleichzeitig die Berührung deiner Körpers. Dein Körper verbindet dann das selbstbewusste Gefühl mit dieser Körperberührung.

Diese Methode läuft „Schritt für Schritt“, weil Du in Zukunft weitere Ereignisse auf diesen Anker aufbaust. Das nennt sich dann „staking“ oder stapeln.

 

Ein Beispiel, wie man selbstbewusster werden kann:

Um selbstbewusster zu werden habe ich eine Erinnerung genommen und geankert. Zu der Zeit habe ich einmal pro Woche Tischtennis gespielt. In der Gruppe war ein Spieler, der früher in der Oberliga spielte und alle in der Gruppe mit Leichtigkeit besiegte. Als ich einmal gegen in spielte, konnte ich einen schönen Ballwechsel für mich entscheiden. Das Gefühl des Triumphes, dass ich durch den Punktgewinn erhielt, ankerte ich mir, indem ich die Situation zu Hause nacherlebte.

Später erlebte ich andere kleine Situationen, die ich immer mit derselben Berührung ankerte. Manchmal sogar während das Ereignis passiert. Deshalb ist es ratsam eine unauffälligen Berührung zu nehmen

Der Vorteil vom ankern ist, dass Du den gesetzten Anker immer abrufen kannst, wenn Du Selbstbewusstsein brauchst. Die Technik funktioniert wie beim „Pawlowsche Hund“, der schon sabberte, wenn nur die Essensglocke läutete. Nur das Du eben Selbstbewusstsein spürst, wenn Du deinen Anker berührst.

Wenn dein Anker aufgeladen ist, kannst Du, immer wenn Du dich unsicher fühlst deinen Anker auslösen. Dadurch kommst Du in die Empfindungen, die mit dem Anker gespeichert sind.

Das erlernen und aufladen des Ankers dauert eine Weile. Erwarte bitte keine Wunder über Nacht. Jedoch kannst Du dadurch Schritt für Schritt selbstbewusster werden.

 

So kannst Du selbstbewusster werden:

1) Finde einen Moment, in dem Du dich Selbstbewusst gefühlt hast.

2) Erlebe den Moment nach, als ob es gerade jetzt passieren würde. Was siehst, fühlst, hörsts, riechst oder schmeckst Du?

3) Wenn Du die Situation fühlen kannst, dann berühre dich an einer unauffälligen Stelle an deinem Körper.

4) Lade den Anker auf, indem Du immer neue Situationen darauf stapelst.

5) Wenn Du Selbstbewusstsein brauchst, dann löse deinen Anker aus.

 

Viel Erfolg dabei selbstbewusster zu werden. Berichte gerne in den Kommentaren, wie sich die Technik für dich auswirkt.

Daniel