Seite wählen

 Hi, mein Name ist Daniel. Hier findest Du 5 Tipps, wie Du dein Selbstbewusstsein stärken kannst. In meinem Blog schreibe ich über Persönlichkeits- entwicklung und wie Du deiner inneren Mitte ein Stück näher kommst. Im August 2018 nahm ich an einem Workshop über das Selbstbewusstsein der Maoris teil.

Was sind Maori?

Die Maoris sind ein Volk aus Neuseeland. Ursprünglich stammen sie aus Polynesien und besiedelten Neuseeland im 13. Jahrhundert. Ungefähr 15% der Bevölkerung Neuseelands gehört zu den Maoris. Die Kultur der Maoris ist aus der ganzen Welt beeinflusst. Viele der Symbole kommen aus entfernten  Kulturen. Aus Alaska bis China finden sich kulturelle  Bruchstücke in Maori Traditionen  wieder. Deshalb sehen sie sich als eine Art „Nabel der Welt“. Maori bedeutet soviel wie „normal“ oder „natürlich“.

Wer ist Matiu?

Matiu Te Huki - Selbstbewusstsein stärkenMatiu Te Huki ist Maori Musiker (Facebook) und Lehrer für Maori Kultur aus Neusseland. Neben seinen Konzerten gibt er Workshops über die „das Selbstbewusstein der Maoris“. Über den Workshop möchte er Menschen in unser schnelllebigen Gesellschaft helfen ihr Selbstbewusstsein zu stärken.

5 Tipps wie Du dein Selbstbewusstsein stärken kannst

Tipp #1: Erzähle Menschen von deiner Leidenschaft

Bei einem Maori Treffen sitzen alle Teilnehmer in einem großen Kreis. Dann stellt sich jeder Teilnehmende der Reihe nach vor. Dabei sagen sie laut ihren Namen und was ihre größte Leidenschaft ist.

Matiu erklärte uns dazu:

Dadurch, dass wir unsere Leidenschaft teilen, finden wir schnell Menschen, die uns ähnlich sind. Damit kannst Du dein Selbstbewusstsein stärken. Heutzutage werden Menschen häufig belächelt, wenn sie ihren Träumen folgen. Mit Gleichgesinnten ist es einfacher deinen eigenen Weg zu gehen.

Bei unser Vorstellung begannen wir mit den Worten „Kia Ora“ (Wiki) . Das bedeutet soviel wie „du seist gesegnet“ und wird unter den Maoris wie ein „Hallo“ benutzt.

Ich sagte:

„Kia Ora. My name is Daniel. I´m passionate about creating  and performing. Kia Ora“

Obwohl ich öfter vor Menschen spreche, bin ich immer etwas nervös. Tatsächlich war diese Übung für viele Teilnehmer schwer. Einige waren sichtlich aufgeregt und vergassen alle Tipps: Fuß wippen, ans Gesicht fassen, Hände in den Taschen. Deshalb ist die ”Kunst des Vorstellens“ eine gute Möglichkeit sein Selbstbewusstsein zu stärken.

Tipp: #2 Erinnere dich an deine Fähigkeiten

Nach der Vorstellungsrunde packten wir die Erfahrung daraus in unseren magischen Beutel. Dafür stützten wir die Hand auf die Hüfte und formen so ein Loch mit dem Arm. Dort hinein kommen alle Erlebnisse und Erfahrungen des Tages. Wenn wir etwas brauchen, müssen wir nur in unserem magischen Beutel nachschauen.

Matiu erklärte dazu:

Durch die Aufgaben des Alltags, vergessen wir häufig was wir können und wohin wir wollen. Wenn wir kurz innehalten und in unseren „magischen Beutel“ schauen, dann sehen wir wieder was wir bereits können und damit können wir unser Selbstbewusstsein stärken.

Tipp #3: Lass Nähe zu

Powhiri, USAF Selbstbewusstsein stärken

„Hongi“ by U.S. Air Force photo/Tech. Sgt. Shane A. Cuomo (USAF Photographic archives (image permalink)) [Public domain], via Wikimedia Commons

Als nächstes lernten wir eine traditionelle Maori Begrüßung den „Hongi“ (Wiki). Dabei standen wir uns gegenüber und legten langsam unsere Stirn und Nasen aneinander. So standen wir einige Atemzüge beeinander. 

Matiu sagte dazu:

Wenn wir Nähe zulassen können, dann öffnen wir unser Herz für andere Menschen. Dadurch spüren wir die Verbundenheit und können unser Selbstbewusstsein stärken.

Tipp #4: Lerne zu führen und lass dich führen

Das nächste Ritual wurde mit geteilter Meinung kommentiert. Die Frauen stellten sich vor einen Partner mit den Worten „Please lead me“ und der Mann antwortete darauf mit „Please trust me“. Dann führte der Mann die Frau bei geschlossenen Augen durch den Raum. Für die Männer bedeutete das, Verantwortung zu übernehmen, dagegen konnten die Frauen Vertrauen üben.

Matiu berichtete:

Durch das Führen wird der Mann zum Krieger, durch das fallen lassen, wird die Frau zur Kriegerinn. Menschen müssen lernen verantwortungsvoll Führungsrollen zu übernehmen und lernen zu vertrauen. Die Balance aus führen und geführt werden ist wichtig. Zu wissen, dass man einem anderen Menschen vertrauen kann, stärkt das Selbstbewusstein.

Hinterher kommentierten einige Teilnehmerinnen, dass sie auch gerne geführt hätten. Matiu sagte, er nimmt den Vorschlag in seinen nächsten Workshop mit auf.

Tipp #5: Finde verbündete

Das Haka Ritual nahm die meiste Zeit des Workshops in Anspruch. „Haka“ ist bekannt durch das Neuseeländischem Rugby Team. So sah das Haka des Neuseeländischen Rugby Teams bei der Weltmeisterschaft 2011 aus:

Matiu sagte dazu:

Zu wissen, dass man gemeinsam für eine Sache brennt und sich aufeinander verlassen kann, stärkt das Selbstbewusstsein. Heutzutage übernehmen Menschen zu selten Verantwortung für sich selbst oder eine Gruppe.  Bei einem Haka Ritual stimmen sich Alle auf ihre gemeinsame Sache ein.

Es gibt über 1.000 verschiedene Haka Rituale. Jede Region in Neuseeland hat ein eigenes Haka. Mit Haka werden Geschichten erzählt. Eine Geschichte ist mir dabei in Erinnerung geblieben. In einem der bekanntesten Hakas wird von einem „Bärtigen“ erzählt, der einen Krieger rettet.  Die Geschichte geht ungefähr so:

Ein Maori Krieger flieht vor seinen Feinden. Die Feinde haben einen Magier dabei, der jedes Versteck aufspüren kann. Der Krieger flüchtet in ein Dorf und versteckt sich in einer Grube. Auf dem Deckel der Grube wacht eine Frau über den Krieger. Weil die Frau die Kräfte des Magiers blockiert, kann der Magier das Versteck nicht entdecken. Deshalb ziehen die Verfolger weiter. Der Krieger in der Grube sieht über sich  den „ Bart“ der Frau, die über ihm hockt.

Fazit:

Auch kleine Workshops sind ein wertvoller Teil um das Selbstbewusstsein zu stärken.Tatsächlich finden sich in großen Seminaren mit Lichteffekten, Beschallung und vielen hundert Teilnehmern, änhliche Rituale wieder. Ich finde kleine Workshops spannend und lerne gerne neue Methoden kennen. Besonders dann, wenn sie eine lange Tradition haben.