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Warum ist Emotionale Intelligenz wichtig?

Emotionen sind ein wichtiger Bestandteil des „Gesamtsystems“ Mensch. Durch sie können wir Situationen richtig einschätzen und erfolgreich meistern. Im Grunde sind Emotionen eine Abkürzung zur Entscheidungsfindung. Darüber werden alle gesammelten Erfahrungen eines Menschen in Bruchteilen von Sekunden abgerufen. Dadurch treffen wir wichtige Entscheidungen in kurzer Zeit. 

Stell dir vor Du lebst in der Steinzeit. Du gehst jagen oder Beeren sammeln und hörst ein ohrenbetäubendes brüllen hinter dir. Wenn Du jetzt nicht die Beine in die Hand nimmst, dann frisst dich das wilde Raubtier. Überlegst Du hingegen erst noch, ob es ein bengalischer Tiger oder vielleicht doch ein asiatischer Tiger ist, dann wirst Du den Tag wahrscheinlich nicht überleben.

Deswegen geben dir Emotionen ein klaren Handlungsimpuls: Lauf! So schnell Du kannst!

Nun leben wir nicht nich mehr in der Steinzeit. Jedoch hat sich an unserem Gehirn seit 200.000 Jahren nichts verändert. Unsere Handlungen werden immer noch von Emotionen bestimmt. Es ist sogar so, dass Wissenschaftler Handlungsbereitschaft messen können, bevor eine bewusste Entscheidung getroffen wurde.

Durch die moderne Gehirnforschung wurden erstaunliche neue Zusammenhänge entdeckt. Zum Beispiel treffen Menschen Entscheidungen zu 99% unbewusst. Das heißt, unsere Emotionen sind der wahre Motor unserer Lebens.

99% unseres Lebens entscheiden
unsere Emotionen.

Was Emotionale Intelligenz bedeutet

Emotionale Intelligenz bedeutet eine Balance zwischen denken und fühlen zu finden. Dadurch wird ein harmonischen Innenleben möglich. Dies wirkt sich wiederum auf die Außenwelt aus. 

Unser Gehirn in der heutigen Form dasselbe wie vor 200.000 Jahren. Dabei stehen wir vielen modernen Problemen hilflos gegenüber. Tatsächlich reagieren Menschen teilweise noch wie zur Steinzeit, wenn sie ihre Gefühle nicht im Griff haben. 

Unser Leben ist komplexer geworden als noch vor 10.000 Jahren. Gerade durch die technologische Entwicklungen haben wir immer mehr (wenn auch flüchtige) Kontakte mit anderen Menschen.

Jedoch verroht dabei unser Gefühlsleben immer mehr. Tragisch ist, dass die wenigsten Menschen lernen mit ihren Emotionen umzugehen. Tatsächlich wird es erwartet oder vorausgesetzt, dass wir uns über gesellschaftliche Werte und die Erziehung „anpassen“.

Dadurch übernehmen wir häufig Verhalten aus der Schule oder unseren Eltern, welches nicht zu unserem Besten ist. Deswegen ist es gerade heute wichtig, sich seiner Emotionen bewusst zu sein. Damit man sie wahrnehmen, angemessen darauf reagieren, auf andere Menschen anwenden und auch selber erzeugen kann.

Was beinhaltet Emotionale Intelligenz?

Zur Emotionalen Intelligenz zählen diese vier Bereiche

  • Wahrnehmen
  • Verstehen
  • Nutzen
  • Beeinflussen

 

Wahrnehmen

Zur Wahrnehmung von Emotionen zählt das Erkennen und Akzeptieren während sie auftreten. Dies ist eine entscheidende Fähigkeit für das Verständnis des eigenen Verhaltens und des inneren Antriebs. Leider fühlen sich viele Menschen ihren Gefühlen ausgeliefert. Dann lehnen sie sich selbst ab oder bekämpfen sich innerlich. Dabei vergessen sie die Tatsache, dass man Emotionen aktiv steuern kann. 

Verstehen

Eigenen und fremde Gefühle verstehen ist eine der wichtigsten Grundlagen für gelungene menschliche Kommunikation. Jemand, der emphatisch und mitfühlend ist erkennt versteckte Signale. Dadurch kann er/sie angemessen auf die Bedürfnisse seiner Mitmenschen reagieren. 

Nutzen

Zum Nutzen zählt es, eigene Emotion zu beeinflussen, damit man schneller seine Ziele erreicht. Dazu zählen Selbstmotivation und Förderung der Kreativität. Außerdem gehört noch der Belohnungsaufschub dazu. Dies ist eines der wichtigsten Fähigkeiten für Erfolg. Es ist sogar so, dass Menschen, die kurzfristige Verlockungen langfristigen Zielen unterordnen können erfolgreicher im Leben sind.

Der Belohnungsaufschub wurde in dem berühmten „Marschmellow Test“ erforscht.

 

Beeinflussen

Dazu zählt es Gefühle angemessen zu handhaben. Konkret bedeutet dies, eigene Gefühle nicht zu dramatisieren oder herunterzuspielen. Außerdem gehört es dazu sich selbst beruhigen zu können. Sowie negative Gefühle wie Angst, Gereiztheit, Enttäuschung oder Kränkung abzuschwächen. Ebenfalls die Fähigkeit positive Gefühle zu verstärken. Dadurch lassen sich Rückschläge oder belastende Situationen leichter überwunden. 

Wie entsteht Emotionale Intelligenz?

Im Grunde ist es so, dass unser Verstand aus zwei Teilen besteht. Dem denkenden und dem fühlenden Verstand. Im Verlauf der Evolution hat sich unser Gehirn von einem Reptilien Gehirn zum heutigen Gehirn weiter entwickelt. Dabei entstanden immer neue Fähigkeiten. Zu erst kamen die wichtigsten Funktionen für das Überleben. Dies waren die Kotrolle des Herzschlags, des Stoffwechsels und der Atmung. Später kamen die motorischen Fähigkeiten hinzu. Darauf folgte dann die emotionale Verarbeitung. Erst dann kam das denken. 

Während unser Entwicklung durchläuft der Fötus bei der Bildung des Gehirns dieselben Phasen wie während der Evolution. Dabei findet die emotionale Prägung bereits in einem sehr frühen Stadium statt.

Generell ist es so, dass diese bis zum Alter von 10 Jahren weitgehend abgeschlossen ist. Die wichtigste Zeit zur Entstehung von emotionaler Intelligenz ist im Alter zwischen 3 und 5 Jahren. Wenn in diesem Alter familiäre Probleme oder Trauma auftreten, dann hat dies starke folgen für die Entwicklung des Kindes. 

 

Über die Schule und Studium wird alleine die kognitive Intelligenz gefördert. Damit man ein „nützliches Teil“ der Gesellschaft sind. Allerdings geht dabei verloren, dass 80% des Erfolgs im Leben durch die Emotionale Intelligenz bestimmt wird. 

Dabei geht es nicht nur alleine darum sich seiner selbst bewusst zu werden, sondern hat ganz praktische Vorteile.

Emotional Intelligente Menschen haben

  • bessere Beziehungen zu anderen Menschen
  • sind glücklicher uns selbstbewusster
  • erfolgreicher im Job und Privatleben